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Diätassistent Sven-David Müller hat sich während seiner Tätigkeit als Diätassistent am Universitätsklinikum Aachen auf die diätetische Therapie von Lebererkrankungen spezialisiert und jetzt sein Wissen in zwei Patientenbüchern zusammengefasst: "Ernährungsratgeber Leber und Galle" sowie "Köstlich essen für Leber und Galle":



Ernährungsratgeber Leber und Galle, Sven-David Müller und Christiane Weißenberger, Verlag Schlütersche, ISBN 3899935497, 12,90 Euro



Köstlich Essen für Leber und Galle, Sven-David Müller und Christiane Weißenberger, TRIAS Verlag, ISBN 3830432933, 19,95 Euro

Gesundheit für Leber und Galle

Erkrankungen wie Fettleber, Leberzirrhose oder Gallensteinleiden gehören zu den klassischen Volkskrankheiten. Die Leber ist das zentrale Stoffwechselorgan des Körpers und hat vielfältige Aufgaben in der Speicherung, dem Um-, Auf- und Abbau von Nahrungsinhaltsstoffen. Beispielsweise baut die Leber aus Eiweißbausteinen, die der Mensch mit der Nahrung aufnimmt, körpereigenes Eiweiß auf. Ohne die Leber ist der Fett-, Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel nicht möglich. Die in der Leber gebildete Gallenflüssigkeit ist notwendig, um Nahrungsfett zu verdauen.

Wichtig: Gesunde Ernährung

Vor diesem Hintergrund ist leicht nachvollziehbar, dass bei chronischen Erkrankungen der Leber auch ernährungstherapeutische Maßnahmen in das Behandlungskonzept einzubeziehen sind. Viele Patienten mit chronischen Leberkrankheiten leiden unter Vitamin- und Mineralstoffmangelzuständen.

Die häufigste Erkrankung der Leber ist die Fettleber. Die Verfettung der Leberzellen entsteht in der Wohlstandsgesellschaft insbesondere durch Überernährung mit fett- und zuckerreicher Kost sowie Alkoholmissbrauch. Die Behandlung der weitgehend symptomlosen Fettleber besteht in einer Reduktionskost, die Alkohol und Zucker ausschließt. Auch Fruchtzucker sollten Menschen mit Fettleber meiden.

Die akute und chronische Hepatitis ist einer Ernährungstherapie im eigentlichen Sinne nicht zugängig. Leider ergeht auch heute noch oftmals die Empfehlung einer Hepatitisdiät. Eine solche Kostform ist wissenschaftlich nicht begründbar, und Diätpläne, die eine fettarme, eiweißreiche Kost unter Meidung von schwerverdaulichen Speisen wie Hülsenfrüchten empfehlen, sind sinnlos.

Ernährung bei Gallensteinleiden

Gallensteinleiden sind bei Menschen, die übergewichtig sind, häufiger zu diagnostizieren als bei normalgewichtigen. Die Gallenflüssigkeit, die reich an Cholesterin ist, ist für die Fettverdauung notwendig. Oftmals bilden sich nach der Entfernung von Gallensteinen erneut Gallensteine. Dies ist auch durch Ernährungsmaßnahmen zu verhindern. Dafür ist es erforderlich, eine ballaststoffreiche, cholesterin- und relativ fettarme Kost einzunehmen. Bei Gallensteinen ist es nicht erforderlich, eine strenge Schonkost einzuhalten. Ballaststoffe, insbesondere wasserlösliche, binden die Gallensäuren der Gallenflüssigkeit und beugen so der Steinbildung vor. Besonders viele wasserlösliche Ballaststoffe sind in Psyllium, einer indischen Wegerichart, enthalten.

Insgesamt betrachtet gibt es keine für alle Lebererkrankungen gültige Ernährungsempfehlung. Die Diätetik muss erkrankungsorientiert vom Arzt verordnet und vom Diätassistenten berechnet werden. Die diätetische Beratung durch erfahrene Diätassistenten ist insbesondere bei Leberzirrhose erforderlich und sehr hilfreich.

Weitere Informationen:

Ernährungs-Experte Sven-David Müller informiert über Diät- und Ernährungsberatung

 

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Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.