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Bei der Redensart "eine harte Nuss zu knacken haben", stand sicherlich die Haselnuss Pate. Nicht selten findet man auch eine "taube Nuss", als Packung ohne Inhalt. Dieses Bild wird auch sprichwörtlich für einen dummen Menschen verwendet, sofern man ihn nicht gleich als dumme Nuss betitelt.

Abb.: Plakat des Nussknackermuseums in Neuhausen, Erzgebirge.

Plakat des Nussknackermuseums in Neuhausen, Erzgebirge. Das Museum besitzt den größten funktionierenden Nussknacker der Welt.

Abb.: Nussknacker des Nussknackermuseums im Erzgebirge.

Nicht nur von vielen Kinderaugen bestaunt: Die Nussknacker des Nussknackermuseums. (Fotoveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung des Museums)

Nüsse

Teil 2 von Andrea Himmelstoß

Nüsse sind gesund und lecker!

Nüsse reifen überwiegend im Herbst. Das ist optimal, um aus ihnen weihnachtliche Leckereien zu zaubern. Viele traditionelle Weihnachtsrezepte sind ohne Nüsse undenkbar. Lebkuchen, Nussecken, Zimtsterne, Haselnussmakronen sind nur wenige Beispiele, die in der Adventszeit nicht fehlen dürfen. Wer auch in der Weihnachtszeit Kalorien zählt, mag skeptisch sein ob all der verlockenden Leckereien, Nüsse bringen es je nach Sorte locker auf 600 und mehr Kilokalorien.

In Maßen genossen, sind Nüsse aber dennoch gesund. Walnüsse zum Beispiel enthalten so viele ungesättigte Omega-3-Fettsäuren, dass schon 50 Gramm den täglichen Bedarf eines Erwachsenen decken. Und die helfen nicht nur, den Pegel des "schlechten" LDL-Cholesterin und damit das Risiko koronarer Herzkrankheiten zu senken, sondern können auch Patienten mit Neurodermitis, Schuppenflechte, entzündlichen Darmerkrankungen, Rheuma oder Arthritis gut tun.

Obendrein sollen Nüsse bestes Futter fürs Gehirn sein und die Konzentration fördern. Der Grund: Sie enthalten Lecithin und Cholin, beides ist nötig, um Botenstoffe bereitzustellen, die unser Gehirn für seine Aktivität benötigt. Da ist es nur logisch, dass das beliebte Studentenfutter zu einem großen Teil aus Nüssen besteht.

Allergiker müssen achtsam sein

Diese Vielfalt bietet viele Genüsse. Aber leider nicht für jeden, denn besonders auf Haselnüsse, Erdnüsse und Walnüsse reagieren viele Menschen allergisch. Häufig sogar mit schwerwiegenden Symptomen. Es ist also Vorsicht geboten. Doch die große Auswahl bietet Allergikern zum Glück Alternativen. Etwa Cashew-, Para- und Pekanüsse, die häufig besser vertragen werden. Schwierig kann es bei Schokolade werden, hier weiß man nie, ob sie wirklich frei von Nüssen ist. Laut Kakaoverordnung müssen Inhaltsstoffe unter 5 Prozent nicht ausgewiesen werden, daher können Spuren von Nüssen enthalten sein. Wer in der Weihnachtszeit selber backt und kocht, darf sich auch als Allergiker sicher fühlen, denn er kann risikobehaftete Nusssorten kurzerhand aus seiner Küche verbannen.

Nüsse - hübsch anzuschauen

Wer die eine oder andere Nusssorte nicht essen darf, kann sich dennoch an Nüssen erfreuen - zumindest wenn sie vergoldet am Weihnachtsbaum hängen und im Schein der Kerzen glänzen. Ganz traditionell wirkt es, wenn wie früher goldene Nüsse, rotwangige Äpfel und rote Schleifen den Weihnachtsbaum schmücken. Auch die Glasbläserkunst widmet sich traditionell der Nuss und brilliert vor allem mit Walnüssen. Ein winziger Weihnachtsschmuck hingegen sind Miniaturen, die in die Schale einer Walnuss hineinpassen. Nicht nur Kinder staunen, wenn die Frauenkirche oder eine Schafherde in einer Nuss zu entdecken ist.

Nicht nur die Nüsse, auch ihr Gegenpart, der Nussknacker, kommt in der Weihnachtszeit zu Ehren. Eine klassische Variante unter ihnen ist der Bergmann aus dem Erzgebirge, wo auch heute noch Nussknacker in zahllosen Varianten liebevoll geschnitzt werden. Aber auch Waldarbeiter, Händler, Wanderburschen, Vampire und Märchenfiguren helfen, wenn es darum geht, den Nusskern von seiner Schale zu befreien.

Den größten funktionsfähigen Nussknacker der Welt findet man im Nussknackermuseum in Neuhausen im Erzgebirge. Er bringt es auf 5,87 Meter und wurde im Guinnessbuch der Rekorde erfasst.

Übrigens: Nicht nur zu Weihnachten stehen Nüsse im Rampenlicht. Der Walnussbaum wurde zum Baum des Jahres 2008 erkoren!

Nährwert von Nüssen und nussähnlichen Früchte im Vergleich

je 100 g in Rohform Brennw. in kcal Fette/ Gramm Kohlenhy-
drate/ Gramm
Eiweiß/ Gramm
Erdnuss56148,18,325,2
Haselnuss63661,610,512
Mandel56954,13,718,7
Maroni1731,9362,5
Paranuss66066,83,613,6
Pekanuss692724,49,3
Pistazie57451,611,617,6
Walnuss65462,510,614,4
  • Sekundäre Pflanzenstoffe, Vitamin E, Folat, Ballaststoffe, Kalium und Magnesium sind in Nüssen reichlich enthalten.
  • Haselnüsse haben einen sehr hohen Anteil an Vitamin E, B1 und B2.
  • Mit 180 mg Magnesium je 100 g zählen Erdnüsse zu den pflanzlichen Nahrungsmitteln mit dem höchsten Magnesiumgehalt.
  • Die Walnuss ist unter anderem reich an Zink und Kalium.

Weitere Informationen im Web

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