Was ist Osteoporose?
Die Osteoporose ist auch als Knochenschwund bekannt. Etwa 30 Prozent aller Frauen erkranken in Deutschland nach den Wechseljahren an Osteoporose. Grund sind fehlende Sexualhormone, wodurch die natürlichen Prozesse im Knochen gestört werden. Doch diese Gruppe der Betroffenen bildet nur einen Teil der Patientenschaft, denn die Ursachen der Osteoporose liegen nicht nur in Veränderungen des Hormonhaushalts. Auch andere Erkrankungen und falsche Ernährung können dazu beitragen, dass dem Körper Calcium oder Vitamin D fehlen. Beide Stoffe sind für den gesunden Auf- und Umbau der Knochen unabdingbar.
Ist der Stoffwechsel in der Knochensubstanz durch Calciummangel gestört, werden die Knochen porös. Häufig wird die Osteoporose erst bemerkt, wenn es zu Knochenbrüchen kommt, die besonders bei älteren Menschen schwerwiegende Folgen haben können. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) führt die Osteoporose in der Liste der zehn wichtigsten Krankheiten. In der Bevölkerung spiegelt sich diese Einschätzung leider kaum wieder. Das ist um so bedauerlicher, weil man mit einer guten und rechtzeitigen Vorsorge sehr viel Leid vermeiden könnte.
Wer gehört zur Risikogruppe?
Wie bei vielen Krankheiten spielen auch bei der Osteoporose erbliche Faktoren eine Rolle. Wer in seiner Verwandschaft Osteoporosepatienten hat, kann durch Knochendichtemessung Sicherheit gewinnen, ob Anzeichen eines Knochenschwunds erkennbar sind. Gleiches gilt für Personen, die von sich wissen, dass ihre Versorgung mit Calcium in der Vergangenheit nicht optimal war. Auch der Konsum von Alkohol und Nikotin kann erheblich zu einer Störung des Calciumhaushalts beitragen. Wer an anderen Krankheiten leidet kann ebenfalls betroffen sein, wenn Osteoporose als Folgeerkrankung auftritt oder bestimmte Medikametenwirkstoffe, wie Cortison, den Calciumhaushalt stören. Wird die Krankheit festgestellt, kann der Arzt durch Verschreibung hochwirksamer Medikamente eine Heilung oder Besserung herbeiführen. Von einer Selbstmedikation ohne ärztlichen Rat ist bei bestehender Krankheit dringend abzuraten!
Vorbeugen durch gesunde Ernährung
Die natürlichste Art der Vorbeugung ist die richtige Ernährung. Viel Calcium enthalten Milch und Milchprodukte, besonders Hartkäse, Gemüsesorten, Vollkornbrot und Fisch, wobei dieser gleichzeitig auch Vitamin D enthält. Leider gibt es auch Calciumräuber, die eine erhöhte Calciumausscheidung aus dem Körper bewirken. Dazu gehören z.B. Alkohol, tierische Eiweiße, Cola-Getränke und Kaffee.
Das Thema gesunde Ernährung kann hier leider nicht erörtert werden. Dafür gibt es aber zahlreiche Ratgeber in Buchform oder auch online. Auch bei den Krankenkassen gibt es Heftchen mit Ernährungstipps.
Die Wirkung von Sonnenlicht
Da Vitamin D nur in wenigen Nahrungsmitteln vorkommt, sollte die Fähigkeit des Körpers unterstützt werden, der mit Hilfe des Sonnenlichts selbst Vitamin D herstellen kann. Der in der Bevölkerung verbreitete Mangel an Vitamin D wird dadurch begünstigt, dass aus Furcht vor Hautkrebs Sonnenlicht gemieden oder unverhältnismäßig durch Sonnenschutzmittel oder Kleidung abgeblockt wird. Hier gilt es, das richtige Maß zu finden und dem Körper, zumindest Gesicht und Armen, je nach Hauttyp und Jahreszeit, die Portion Licht zu gönnen, die er braucht und verträgt. (Nutzen Sie auch zum Thema Sonnnenschutz, die Beratung Ihres Apothekers.)
Für genügend Bewegung sorgen
Neben gesunder Ernährung und Sonnenlicht ist auch sportliche Betätigung notwendig, um der Osteoporose vorzubeugen. Jogging, Nordic-Walking oder Schwimmen werden von Experten genannt, aber auch Kraftraining, das die Knochen noch besser stimuliert und den Auf- und Umbau der Knochen noch besser anregt als die weniger belastenden Sportarten. Hierbei ist es aber wichtig, dass die Gelenke nicht geschädigt werden. Ältere Menschen können mit einem speziellen täglichen Rückentraining viel für sich tun. Wer sich sportlich Betätigen will, findet nicht nur in Sportvereinen oder Fitness-Studios Gelegenheit dazu. Viele Krankenkassen haben für ihre Mitglieder Angebote zur Bewegung unter fachkundiger Anleitung und auch Volkshochschulen bieten Möglichkeiten zur gesunden Bewegung.
Weitere Informationen im Web
Im Internet finden Sie zahlreiche Quellen für Informationen rund um das Thema Osteoporose und richtige Ernährung. Die folgenden Links stellen nur eine kleine Auswahl lesenswerter Beiträge dar.
- Sport und Bewegung
- Wikipedia-Artikel über Osteoporose
- Wikipedia-Artikel über Calciumverorgung
- Kuratorium Knochengensundheit e.V.
- Osteoporose.de
- Wissenswertes über Calcium
- Mit Sonnenlicht gegen Krankheiten
- Focus: Osteoporose-Special
Haftungsausschluss
Die hier vorliegenden Gesundheitsinformationen wurden mit großer Sorgfalt recherchiert.
Dennoch können die Empfehlungen auf dieser Seite im Einzelfall falsch sein.
Diese Informationen ersetzen keine individuelle Beratung durch Ihren Arzt oder Apotheker!
Bei unabgeklärten Beschwerden oder dem Verdacht auf eine Erkrankung suchen Sie bitte Ihren Arzt auf!
Vor der Einnahme von Medikamenten fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!




