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Zusatzstoffe

Bei diesem Foto handelt es sich um eine 1,5 fache Vergrößerung. Das Foto wurde zudem aufgehellt. Besonders Süßigkeiten für Kinder enthalten eine Vielzahl unterschiedlicher Zusatzstoffe, die auf den Verpackungen kaum zu erkennen sind.

 

Zusatzstoffe in Lebensmitteln

Die Verunsicherung in der Bevölkerung ist berechtigterweise groß. Trotz heftiger und häufig auftretender körperlicher Reaktionen auf Zusatzstoffe wie beispielsweise auf Glutamate (starke Kopfschmerzen) oder Aspartam (Durchfall) erhalten Zusatzstoffe eine Zulassung. Warum das so ist, erfahren Sie in diesem Artikel.

Gibt es überhaupt eine Transparenz für den Verbraucher? Wie kann man sich informieren? Wir geben Antwort.

Was sind Lebensmittelzusatzstoffe

Lebensmittelzusatzstoffe werden Lebensmitteln aus technologischen Gründen zugesetzt: unter anderem zur Haltbarmachung, Streich- Back- oder Rieselfähigkeit oder auch als Geschmacksverstärker.

Es können sein:
Backtriebmittel, Emulgatoren, Farbstoffe, Geliermittel, Geschmacksverstärker, Konservierungsmittel, Säureregulatoren, Süßungsmittel und andere. Bei diesen Bezeichnungen handelt es sich um die Gruppennamen, denen derzeit über 300 einzelne Zusatzstoffe zugeordet werden.

Kennzeichung

Der einzelne Stoff trägt eine EU-einheitliche Nummer "E" für Europa oder „edible“ (= essbar)

So finden Sie auf den Lebensmittelverpackungen Angaben wie "Überzugsmittel: E 901"
Hinter der Nummer 901 wiederum verbirgt sich der Zusatzstoff Bienenwachs.

Die Zusatzstoffe müssen zwar auf den Lebensmittelverpackungen gekennzeichnet werden, doch informativ sind die E-Nummern - oft in winzigen Schriften angegeben - für den Verbraucher zunächst nicht (siehe unser Beispiel in der rechten Spalte). Auch wenn der Stoffname ausgeschrieben wird, dürfte vielen die Bezeichnung "Buthylhydroxianisol"
(E 320) beim Einkauf wenig helfen.

Überreaktionen

Der übermäßige Verzehr kann ungesund sein - dieses gilt aber auch für viele Lebensmittel. Besonders Allergiker sollten wissen, dass individuelle Überreaktionen auf Zusatzstoffe kein Kriterium für die Zulassung von Zusatzstoffen darstellen - es sei denn, die Stoffe verursachen gesundheitliche Schäden. Dieses gilt selbst, wenn Millionen von Menschen diese Überreaktionen aufzeigen, wie am Beispiel "Glutamate" oder "Aspartam".
Zwar konnte der direkte Zusammenhang zwischen den Glutamaten und den Beschwerden wie Kopf- und Gliederschmerzen sowie Übelkeit bis heute nicht nachgewiesen werden. Den Verbraucher, der unter diesen Beschwerden leidet, dürfte es jedoch zunächst weniger interessieren, ob das Glutamat mit anderen Stoffen im Körper reagieren muss, um diese Reaktionen hervorzurufen. Für die Zulassung des Stoffes hingegen sind diese direkten Zusammenhänge ausschlaggebend.

Auszüge aus den Gesetzlichen Regelungen über Verwendung und Zulassung

"Lebensmittelzusatzstoffe dürfen nur verwendet werden, wenn sie für den jeweiligen Verwendungszweck zugelassen sind. Eine Zulassung wird nur dann erteilt, wenn die gesundheitliche Unbedenklichkeit des Stoffes und seiner Anwendung erwiesen ist und außerdem eine hinreichende technologische Notwendigkeit nachgewiesen werden kann...In den meisten Fällen gilt die Zulassung nur für bestimmte Lebensmittel und in einer maximalen Menge (Höchstmenge) und Reinheit."
...
"Der Hersteller hat den wissenschaftlich fundierten Nachweis zu führen, dass der Zusatzstoff gesundheitlich unbedenklich ist. Der Hersteller muss zu diesem Zweck Studien über das Verhalten des Zusatzstoffs im menschlichen Körper durchführen lassen, in denen die Verstoffwechselung, mögliche Anreicherung, Wechselwirkungen mit anderen Wirkstoffen und Nahrungsbestandteilen, sowie der Einfluss auf die Nährstoffaufnahme untersucht werden."

Quelle: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit

Wie werden Zusatzstoffe beantragt

Anträge auf Zulassung neuer Zusatzstoffe sind in der Regel direkt an die Kommission der EU zu richten.

Wie werden die Anträge von der EU geprüft?

Gerne möchte man glauben, dass die EU Wissenschaftler beschäftigt, die im Labor die Unbedenklichkeit der Zusatzstoffe akribisch prüft und testet, bevor sie vom Verbraucher verzehrt werden. Doch so verhält es sich nicht.

Geprüft werden die eingereichten Gutachten insbesondere nach ihrer Methodik. Sind die eingereichten Gutachten in sich stimmig? Es gibt zahlreiche Parameter, die berücksichtigt werden und nach denen final entschieden und der Zusatzstoff zugelassen wird oder nicht. Hinterfragt werden dabei auch die möglichen Interessen des Antragstellers. Die Zulassungen werden turnusmäßig von der EU überprüft, mitunter neu bewertet, und Zulassungen möglicherweise wieder entzogen.

Gegengutachten - Verunsicherung des Verbrauchers

Da es viele unterschiedliche Untersuchungsmöglichkeiten gibt, kann es vorkommen, dass ein anderes seriöses Institut einen bestimmten Zusatzstoff als bedenklich ansieht, den die EU jedoch trotz gründlicher Prüfung der eingereichten Gutachten zugelassen hat.

Hieraus resultiert nicht zuletzt die Unsicherheit des Verbrauchers, der keine Möglichkeit hat, die unterschiedlichen Informationen zu bewerten oder gar selbst zu überprüfen.

Kontakt

Über Ihre Kommentare oder Fragen zu unseren Beiträgen freuen wir uns:
redaktion@portalgesund.de


Zusatzstofflisten - hilfreiche Informationen über die einzelnen Stoffe

Hier werden auch Allergiker auf mögliche Überreaktionen hingewiesen:

Webseite mit umfangreichen Informationen
Die VERBRAUCHER INITIATIVE e.V. (Bundesverband)

Wörterbuch des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland - Kiel

Weiterführende Links

Viele Informationen zum Thema erhalten Sie auf der Webseite des Bundesinstitutes für Risikobewertung

 

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