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Füllhorn Natur

Die Natur bietet uns Gesundes in Hülle und Fülle! Doch nicht jeder hat Zeit, sich gesund zu ernähren. Und in besonderen Situationen, bei zu einseitiger Ernährung, Mangelzuständen oder gesundheitlichen Problemen etwa, können Vitamine, Vitalstoffe, Spurenelemente oder Mineralstoffe eine wertvolle Unterstützung sein. Doch immer gilt: Rücksprache mit Arzt oder Apotheker zu halten, sollte nicht versäumt werden.

Vitalstoffe -
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente

von Andrea Himmelstoß

Vitalstoffe sind essentielle, also lebensnotwendige Stoffe, die auch Mikronährstoffe genannt werden. Sie versorgen den Körper nicht mit Energie, sind aber in ihrer jeweiligen Funktion für verschiedene Körperfunktionen, wie zum Beispiel die Abwehrkräfte, sehr wichtig.

Viele Vitalstoffe werden über die Nahrung aufgenommen - zumindest wenn man sich ausgewogen ernährt. Ist die Ernährung jedoch zu einseitig, können sich Mangelzustände oder gar gesundheitliche Problemen einstellen. Auch bei Erkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei besonderen Belastungen kann ein höherer Bedarf an bestimmten Vitalstoffen bestehen. Manche Vitalstoffe wirken außerdem gesundheitsfördernd, bevor sich eine Krankheit manifestiert hat.

Die Versorgung mit den verschiedenen Vitalstoffen in ausreichender Menge ist daher enorm wichtig. Bei manchen Vitalstoffen kann eine zu hohe Dosierung aber auch schädlich sein. Deshalb ist ein beratendes Gespräch mit dem Arzt oder dem Apotheker sehr empfehlenswert. Ihr Wissen ist bei der Vielzahl an Vitalstoffen unersetzlich:

Vitamine

Vitamine sind lebenswichtig. Aber: Sie können vom Körper nicht oder nicht in ausreichender Menge produziert werden. Sie werden meist über die Nahrung aufgenommen und sind entweder fett- oder wasserlöslich. Das wohl bekannteste Vitamin ist das Vitamin C, die Ascorbinsäure. Rund 100 Milligramm benötigt ein Erwachsener täglich. Raucher benötigen etwa 40 Prozent mehr Vitamin C. Ein Mangel an Vitamin C kann eine reduzierte Infektabwehr auslösen, aber auch Skorbut, der in alter Zeit in der Seefahrt ein großes Problem darstellte.

Andere wichtige Vitamine sind beispielsweise Vitamin D, dessen Mangel Rachitis auslösen kann, und Vitamin B2, auch Lactoflavin genannt, das für eine gesunde Haut sorgt. Mangelerscheinungen können durch eine Ernährungsumstellung und durch die Einnahme von Vitamin-Präparaten ausgeglichen werden.

Bei manchen Vitaminen muss bei der Dosierung allerdings Sorgfalt das oberste Gebot sein. Zum Beispiel bei Vitamin A, das der Körper benötigt, damit Haut, Haare und Nägel nicht zu trocken sind. Vor allem aber braucht der Körper Vitamin A für die Erhaltung der Sehfähigkeit, denn Vitamin A-Mangel führt zur schnelleren Ermüdung der Augen und sogar zu Nachtblindheit.

Eine zu hohe Dosierung an Vitamin A ist aber gefährlich. Die tägliche Zufuhr von 3000 I.E. sollte nicht überschritten werden. Gerade Schwangere sollten eine Vitamin A-Einnahme immer vorher mit Ihrem Haus- oder Frauenarzt besprechen, da dieses Vitamin bei einer täglichen Zufuhr ab 10.000 I.E. nachweislich das ungeborene Kind schädigen kann.

Spurenelemente

Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei den Spurenelementen um Mineralstoffe, also um anorganische Stoffe, die der Körper nur in winzigen Mengen benötigt. Zu den bekanntesten Spurenelementen zählen Eisen, Fluor, Jod, Selen und Zink. Mangelerscheinungen können durch Erkrankungen des Stoffwechsels, durch heftiges Schwitzen oder durch Durchfälle verursacht werden. Wurde ein Mangel diagnostiziert, können Nahrungsergänzungsmittel angeraten sein, denn ihre Funktionen sind oft bedeutsam: Selen beispielsweise schützt vor Umweltgiften und ist wichtig für die Abwehrkräfte des Körpers.

Mineralstoffe

Zu den Mineralstoffen zählen auch die Mengenelemente. Sie sind ebenfalls anorganische Nährstoffe und lebensnotwendig. Natrium, Calcium und Magnesium zählen zu den Mineralstoffen. Magnesiummangel kann zum Beispiel schmerzhafte Muskelkrämpfe hervorrufen. Calcium wiederum sorgt dafür, dass unsere Knochen fest sind, spielt aber unter anderem auch bei der Blutgerinnung eine wichtige Rolle. Mineralstoffmängel können durch die gezielte Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Sekundäre Pflanzenstoffe, auch Phytamine genannt, sind nicht lebensnotwendig, jedoch haben viele von ihnen eine positive Wirkung auf die Gesundheit. Hier nur zwei Beispiele, denn die Vielfalt der sekundären Pflanzenstoffe ist enorm: Die Sulfide aus Knoblauchzellen wirken Thrombosen entgegen und Flavonoide, die sich in vielen Pflanzen finden, etwa in Weintrauben und Zitronen, können krampflösende Wirkung haben oder vor Herzerkrankungen schützen.

Fettsäuren

Mehrfach ungesättigte Fettsäuren sind lebenswichtig, können vom Körper aber nicht selbst produziert werden. Ein bekanntes Beispiel sind die Omega-3-Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren sollen das Cholesterin, insbesondere das schlechte LDL-Cholesterin, senken. Sie werden mit der Nahrung aufgenommen und sind zum Beispiel in manchen Pflanzenölen wie Lein- oder Rapsöl und in fettreichem Fisch enthalten. Ersatzweise oder bei besonders hohem Bedarf können Omega-3-Fettsäuren als Nahrungsergänzungspräparat eingenommen werden.

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